Der Brexit hat Großbritanniens Probleme nicht gelöst, aber egal: Der Austritt aus der EMRK wird es definitiv tun. Klingt einfach, nicht wahr? | Polly Toynbee
Reform UK hält ihre Konferenz ab, während die Rufe nach einem Verzicht auf die Europäische Menschenrechtskonvention lauter werden, ein Schritt, den der Autor als katastrophal erachtet. Nigel Farages Partei erlebt einen Popularitätsschub, mit steigenden Mitgliederzahlen und Umfrageergebnissen, die über 30 % liegen. Die Einwanderung wird als ein Hauptgrund für den Erfolg von Reform UK identifiziert, wobei ein Anstieg der Ankünfte von kleinen Booten Farage scheinbar zugutekommt. Der Autor verbindet die Rhetorik von Reform UK mit einem Anstieg anti-immigrationsfeindlicher und rassistischer Angriffe und zitiert einen konkreten Vorfall mit einem stellvertretenden Leiter der Grünen Partei. Obwohl die Einwanderung ein Eckpfeiler des Brexit war, wird ihr Anstieg nach dem Brexit als ein erheblicher Misserfolg hervorgehoben. Umfragen deuten darauf hin, dass eine Mehrheit der Wähler nun glaubt, dass der Austritt aus der EU ein Fehler war. Die Konservativen und Boris Johnson werden für diesen vermeintlichen Misserfolg am meisten verantwortlich gemacht, wobei auch Nigel Farage für seine Rolle in der Brexit-Kampagne erhebliche Kritik erfährt. Der Autor deutet an, dass Farage das Thema Brexit aufgrund der negativen öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr anspricht. Der Artikel äußert Besorgnis über die Richtung, die Reform UK einschlägt, und ihre potenziellen Auswirkungen.