Ein „ziemlich hoch bewerteter“... Notiz

Ein „ziemlich hoch bewerteter“ Markt: Ein Fed-Vorsitzender äußert sich zu Aktien, aber sollten wir zuhören?

Im Jahr 1996 löste Alan Greenspans Kommentar zur „irrationalen Euphorie“ eine Debatte über die Fähigkeit von Zentralbankern aus, den Markt zu timen. Der derzeitige Fed-Vorsitzende Jerome Powells Einschätzung des Marktes als „ziemlich hoch bewertet“ spiegelt diese Stimmung wider und deutet auf einen gut bewerteten Aktienmarkt hin. Trotz wirtschaftlicher Gegenwinde wie Zöllen, Kriegen und Politik haben sich die US-Aktien, insbesondere Technologieaktien, im Jahr 2025 nach einem schwachen ersten Quartal deutlich erholt. Der NASDAQ und der S&P 500 zeigten nach anfänglichen Rückgängen im zweiten und dritten Quartal eine starke Erholung. Technologie und Kommunikationsdienste waren die führenden Sektoren, wobei Alphabet und Meta wichtige Treiber waren. Die Gruppe der „Mag Seven“-Unternehmen hat überproportional zum Wachstum der Marktkapitalisierung beigetragen. In diesem Jahr haben auch Small-Cap-Aktien Large-Cap-Aktien übertroffen, was einen langfristigen Trend umkehrte. Value-Aktien verzeichneten einige Verbesserungen, und Momentum-Investitionen behielten ihre Stärke bei. Die Zinssätze für Staatsanleihen blieben im Jahr 2025 relativ stabil und zeigten trotz Nachrichten über Inflation und Wirtschaftswachstum wenig Volatilität. Selbst eine Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Moody's hatte nur vorübergehende Auswirkungen auf die Zinssätze für Staatsanleihen. Auch die Ausfallprämien von Unternehmen zeigten minimale Bewegungen, was auf die Widerstandsfähigkeit des Marktes hindeutet. Weltweit entwickelten sich Aktien gut, wobei internationale Märkte die USA in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 leicht übertrafen. In den folgenden Quartalen holten die US-Aktien jedoch ihren Vorsprung wieder auf. Schwellenländer wie Indien, Afrika und der Nahe Osten verzeichneten in diesem Jahr eine schwächere Performance.