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Eine neue Klage behauptet, die Waffenindustrie habe die Daten von Waffenbesitzern für politische Zwecke ausgenutzt
Zwei große Anwaltskanzleien haben eine Sammelklage gegen die National Shooting Sports Foundation (NSSF) eingereicht, weil diese angeblich die Privatsphäre von Waffenbesitzern verletzt hat. Die Klage spiegelt die Ergebnisse einer Untersuchung von ProPublica wider, die ein jahrzehntelanges Programm detailliert beschreibt, bei dem die NSSF Informationen von Waffenbesitzern ohne deren Zustimmung gesammelt hat. Millionen von Daten von Waffenbesitzern, die von Garantiekarte und anderen Quellen gesammelt wurden, wurden von der größten Handelsorganisation der Waffenindustrie für politische Zwecke verwendet. Die NSSF soll diese wertvollen Informationen mit politischen Aktivisten geteilt haben, um Wahlkampfunterstützung für bevorzugte Kandidaten zu mobilisieren. Waffenhersteller wie Glock, Smith & Wesson und Remington werden beschuldigt, Kundendaten an die NSSF weitergegeben zu haben. Die Klage behauptet, dass sich die NSSF durch die Ausnutzung dieser Informationen für politische Zwecke bereichert hat. Zwei Waffenbesitzer, Daniel Cocanour und Dale Rimkus, sind als Kläger in der Klage genannt und geben an, dass sie nicht wussten, dass ihre Daten für Wahlen verwendet würden. Die beteiligten Anwaltskanzleien, Keller Rohrback und Motley Rice, verfügen über Erfahrung in Fällen von Datenlecks und Verbraucherschutz. Gruppen zur Verhinderung von Waffengewalt haben die Klage als wichtigen Schritt zur Rechenschaftspflicht der Waffenindustrie für ihre Datenaustauschpraktiken gelobt. Die NSSF hat ihre Datenerfassung zuvor als legal und im Rahmen der Nutzungsbedingungen verteidigt, sieht sich jedoch zunehmender Prüfung und Forderungen nach Untersuchung gegenüber.