Mama Afrika in Erinnerung: Der... Notiz

Mama Afrika in Erinnerung: Der Kampf der furchtlosen Sängerin Miriam Makeba in einem gewagten Tanzdrama erzählt

Mimi’s Shebeen, choreografiert von Alesandra Seutin, zeichnet das Exil und den Aufstieg der südafrikanischen Legende mit "wunderschönen Liedern, starken Botschaften und Momenten, die treffen" nach. "Wenn man in Südafrika über Miriam Makeba spricht, ist das, als würde man über eine Königin sprechen", sagt Alesandra Seutin. Die legendäre Sängerin Makeba war als Mama Africa und Kaiserin des afrikanischen Gesangs bekannt; aber sie verkehrte auch in Greenwich Village mit Miles Davis und Duke Ellington. Sie war eine Teenagerin, die arbeiten gehen musste, um ihre Familie in Johannesburg zu unterstützen, und später Diplomatin für Ghana, dann offizielle Delegierte Guineas bei den Vereinten Nationen wurde. Als ausgesprochene Anti-Apartheid-Aktivistin war sie die Frau eines Black Panther. Und ihr reiches Leben und Erbe sind die Inspiration für die neueste Arbeit der Choreografin Seutin, Mimi's Shebeen, die kurz vor ihrer UK-Premiere steht. Mimi's Shebeen verbindet Tanz, Live-Musik und gesprochenes Wort in einem Theaterstück, das kein geradliniges Biodrama ist, sondern sich auf Makebas Geschichte stützt, insbesondere auf ihre Exilgeschichte: Nachdem Makeba 1959 nach New York gezogen war, wurde ihr aufgrund ihrer Anti-Apartheid-Haltung für 30 Jahre die Einreise nach Südafrika verwehrt. Später wurde sie aus den USA verbannt, nachdem sie den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael geheiratet hatte. Die Show wirkt wie ein Ritual des Gedenkens, eine dekonstruierte Beerdigung - Teil Lobgesang, Teil Feier, Teil Provokation - mit der fabelhaften südafrikanischen Sängerin Tutu Puoane im Mittelpunkt, die Makebas Lieder zum Leben erweckt.