Murdaugh: Tod in der Familie –... Notiz

Murdaugh: Tod in der Familie – Patricia Arquette ist fantastisch in diesem obszönen True-Crime-Drama

Die schauspielerische Leistung mag in der schrecklichen realen Geschichte einer Familie, deren schmutzige Geschichte in einem Doppelmord endet, brillant sein. Aber wenn alles an den Protagonisten so verrottet ist, warum sollte man sich das dann überhaupt ansehen wollen? Wie faszinierend schrecklich war die Familie Murdaugh? Sehr, wenn man bedenkt, wie viele True-Crime-Inhalte sie hervorgebracht hat. Es gab bereits einen erfolgreichen Podcast über sie, der eine Geschichte entwirrte, die in beneidenswertem Luxus begann und mit einem schmutzigen Doppelmord endete. Es gab bereits eine TV-Dokumentation. Nun vervollständigen die Murdaughs die Sammlung mit Murdaugh: Death in the Family, dem luxuriösen, fiktionalisierten Drama, das dieselbe schreckliche Geschichte neu erzählt. Im Mittelpunkt stehen drei starke schauspielerische Leistungen, die für die Award-Saison gerüstet sind. Jason Clarke – der derzeit auch als eine andere Art von Alpha-Mann in The Last Frontier auf Apple TV+ glänzt – spielt Richard Alexander „Alex“ Murdaugh, einen mächtigen Anwalt für Personenschäden und Mitglied einer Dynastie in South Carolina, deren Männer seit Generationen die größten Bestien im Gerichtssaal sind. Über die Jahre hinweg haben die Murdaughs – ihr Name klingt wie „murder“, wird aber „Murdoch“ ausgesprochen – ein Netzwerk von Anhängern aufgebaut, denen sie ihr Leben oder einen Gefallen verdanken. Ihre juristische Schärfe und ihr Reichtum, kombiniert mit einer gangsterhaften Neigung zur Ausbeutung und Schikane, verleihen ihnen ein Maß an Straflosigkeit, das Alex unbekümmert bis zum Äußersten ausreizt. Patricia Arquette spielt Alex’ Frau Maggie, die befürchtet, dass sowohl seine Affären als auch seine Opioidabhängigkeit zurückgekehrt sind – und in Bezug auf Letzteres hat sie zumindest Recht.