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Sicherheitsanalyse des MERGE-Wahlprotokolls

Das MERGE-Protokoll ist ein kürzlich veröffentlichtes System, das für den Einsatz im CAC-vote-System konzipiert wurde, bei dem Wähler ihre Stimmen über das Internet abgeben und ein Papierstimmzettel per Post erhalten. Die online übermittelten Stimmen werden für vorläufige Ergebnisse verwendet, während Audits und Nachzählungen auf die rechtzeitig eingegangenen Papierstimmzettel zurückgreifen. Die Hauptmotivation hinter dem Protokoll besteht darin, die Stimmen von im Ausland stationierten Militärangehörigen in die vorläufigen Ergebnisse aufzunehmen, bevor ihre Papierstimmzettel eintreffen. Obwohl das MERGE-Protokoll einige interessante Ideen enthält, ist es nicht von Natur aus vertrauenswürdig und würde erhebliche Änderungen an Gesetzen, Praktiken und technischen Fähigkeiten der US-Wahlbezirke erfordern. Die Lücke zwischen dem theoretischen Konzept und der praktischen Umsetzung ist beträchtlich und unwahrscheinlich, in naher Zukunft zu schließen. Das System basiert auf Internet-Wahlen, was erhebliche Sicherheitsrisiken birgt, und sollte nicht als vertrauenswürdig betrachtet werden, ohne dass umfassende Reformen durchgeführt werden. Die Förderer des von DARPA gesponserten Forschungsprojekts sollten die Grenzen des MERGE-Protokolls anerkennen. Sie sollten es unterlassen, zu behaupten, dass es ein Bestandteil vertrauenswürdiger Wahlen sein kann, ohne dass umfassende Änderungen am Wahlrecht und der Wahlverwaltung vorgenommen werden. Das MERGE-Protokoll ist in seiner aktuellen Form kein geeignetes Mittel für sichere und vertrauenswürdige Wahlen. Insgesamt machen die Mängel und Einschränkungen des Systems es für den Einsatz in US-Wahlen ohne erhebliche Modifikationen ungeeignet.