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Soziale Medien könnten die Lernweise des Gehirns von Kindern beeinflussen – und zwar nicht zum Besseren
Eine neue Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und kognitiven Fähigkeiten bei Kindern ab 9 Jahren. Forscher analysierten Daten aus der umfangreichen Adolescent Brain Cognitive Development (ABCD) Study. Diese Studie begleitete fast 12.000 Kinder und untersuchte, wie ihre Erfahrungen ihre Entwicklung im Laufe der Zeit prägen. Der Schwerpunkt lag darauf, wie die Nutzung sozialer Medien die kognitive Leistung beeinflusste, die durch Tests bewertet wurde. Die Kinder wurden basierend auf ihren Social-Media-Gewohnheiten in Gruppen eingeteilt: keine/geringe Nutzung, zunehmende Nutzung und hohe Nutzung. Die Ergebnisse kognitiver Tests wurden im Alter von 9-10 Jahren und zwei Jahre später verglichen. Beide Gruppen mit höherer Social-Media-Nutzung zeigten niedrigere Ergebnisse im mündlichen Lesen, Gedächtnis und Hörverständnis. Diejenigen mit der höchsten Social-Media-Nutzung zeigten im Vergleich zu den anderen Gruppen insgesamt die schlechtesten Leistungen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Begrenzung der Social-Media-Zeit negative Auswirkungen ausgleichen könnte. Die Autoren vermuten, dass eine erhöhte Social-Media-Nutzung Bildungsaktivitäten ersetzen könnte und somit zu niedrigeren kognitiven Ergebnissen beiträgt. Sie empfehlen, strengere Altersbeschränkungen in Betracht zu ziehen und die plattformspezifischen Auswirkungen weiter zu untersuchen.