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The Guardian view on Angela Rayner’s exit: a loss that exposes Labour’s deeper faultlines | Editorial
Der Rücktritt der stellvertretenden Premierministerin schließt ein Kapitel mit Würde. Doch der Wettlauf um ihre Nachfolge droht, die alten Gräben der Labour Party wieder aufzureißen.Der Briefwechsel zwischen Angela Rayner und Sir Keir Starmer schließt ein Kapitel und öffnet ein neues. Frau Rayner akzeptierte das Urteil der ministeriellen Aufsichtsbehörde, dass sie gegen die Kabinettsregeln verstoßen habe, indem sie die höhere Stempelsteuer für ihre Wohnung in Hove nicht entrichtete. Sir Keir antwortete mit Bedauern, dass er nicht nur seine Stellvertreterin und Wohnungsbauministerin verliere, sondern auch ein Sinnbild für sozialen Aufstieg. Es gibt keine Bitterkeit, nur gegenseitige Anerkennung: Frau Rayner akzeptiert, dass sie gehen muss; Sir Keir räumt ein, dass sie eine starke Kraft bleibt. Ihre Leistungen gingen über die Politik hinaus; sie sprach Wähler auf eine Weise an, wie es nur wenige Kollegen konnten. Ihre Geschichte hatte eine talismanische Qualität – von der Teenager-Mutter in einem Stockporter Viertel über die Gewerkschafterin bis zur stellvertretenden Premierministerin. Sie verkörperte das Versprechen der Labour-Politik auf eine Weise, die niemand sonst erreichen konnte. Doch ein Fehler muss nicht das Ende bedeuten. Wenn ein Minister frühzeitig und mit Reue die Verantwortung übernimmt, kann er seine Karriere wieder aufbauen, sobald die öffentliche Wut nachlässt.Frau Rayners Rücktritt ist auch für das Gleichgewicht der Labour Party und der Regierung bemerkenswert. Sir Keirs Umbildung wirkt weniger wie Erneuerung als vielmehr wie ein Putsch der „modernisierenden“ Klicke der Labour Party. Die Entlassung von Ian Murray kappt eine Brücke zu Anas Sarwars schottischer Labour Party, die sich nach links orientiert hatte, gerade als die Wahl in Holyrood bevorsteht, während die Entfernung von Lucy Powell eine der wenigen Kabinettsverbündeten von Ed Miliband, dem Verfechter des linken Flügels, ins Abseits drängt. Yvette Coopers Wechsel ins Außenministerium ist ein Eingeständnis des Scheiterns bei der Überquerung von Kleinbooten und lässt angesichts ihrer Haltung zu Protesten wenig Raum für abweichende Meinungen zu Gaza. Die Umbenennung des Sozialamtes in eine Wachstumsabteilung unter Pat McFadden signalisiert eine Herabstufung für Liz Kendall nach ihrer Niederlage im Unterhaus bezüglich der Leistungskürzungen.