Wissenschaftler haben einen To... Notiz

Wissenschaftler haben einen Toxizitätsbericht über diese ewige Chemikalie fertiggestellt. Die EPA hat ihn nicht veröffentlicht.

Wissenschaftler der Environmental Protection Agency (EPA) haben einen Bericht über die Toxizität von PFNA, einer "ewigen Chemikalie", die im Trinkwasser von Millionen Menschen gefunden wurde, fertiggestellt. Die PFNA-Bewertung identifizierte Risiken wie geringeres Geburtsgewicht und mögliche Schäden an Leber und männlichen Fortpflanzungssystemen auf der Grundlage von Tierversuchen. Dieser Bericht ist entscheidend für die Festlegung von Grenzwerten für die PFNA-Kontamination und deren Entfernung aus dem Trinkwasser. Der endgültige Bericht verzögert sich jedoch seit Monaten, was Bedenken hinsichtlich möglicher Änderungen oder Nichtveröffentlichung durch die Trump-Administration aufkommen lässt. Interne Dokumente und mit der Bewertung vertraute Wissenschaftler bestätigen, dass sie im April zur Veröffentlichung bereit war. Ein Entwurf des Berichts stieß auf Einwände der Industrie, und die endgültige Fassung, die dieselben entscheidenden Berechnungen enthielt, wurde fertiggestellt, bevor die EPA ihre Absicht ankündigte, die Grenzwerte für Trinkwasser für PFNA und andere ähnliche Chemikalien zu überprüfen. Die Veröffentlichung dieser Bewertung könnte Bemühungen zur Rücknahme von Trinkwasserstandards untergraben, da sie eine starke wissenschaftliche Begründung für deren Notwendigkeit liefert. PFNA ist eine gefährliche Chemikalie, die im Rahmen einer Vereinbarung aus dem Verkehr gezogen wurde und in vielen Bundesstaaten im Trinkwasser gefunden wird, was lokale Regierungen dazu veranlasst, von den beteiligten Unternehmen eine Kostenerstattung für die Sanierung zu verlangen. Solvay Specialty Polymers beispielsweise stimmte einer erheblichen Einigung und Sanierung für eine Kontamination an einem Standort in New Jersey zu. Dieses Unternehmen hat sich zusammen mit seinem Nachfolger Syensqo Specialty Polymers Berichten zufolge um Lobbyarbeit bemüht, um die EPA-Vorschriften und die Nutzung der Bewertungen des Integrated Risk Information System (IRIS) zu beeinflussen. Das IRIS-Programm, das zuverlässige Informationen über Schadstoffe liefern soll, hat laut ehemaligen Mitarbeitern eine dezimierte wissenschaftliche Belegschaft und behinderte Abläufe erlebt. Trotz Zusicherungen der EPA bleibt das Schicksal des IRIS-Programms und seiner rigorosen wissenschaftlichen Bewertungen ungewiss und spiegelt einen breiteren Trend von regulatorischen Rücknahmen und einem wahrgenommenen Verrat an seiner Mission zum Schutz der öffentlichen Gesundheit wider.