Wissenschaftler lokalisieren endlich Jupiters Geburt mithilfe von „Regen aus geschmolzenem Gestein“
Vor Milliarden von Jahren veränderte Jupiters gewaltiges Wachstum das junge Sonnensystem und ließ eisige und felsige Körper mit unglaublichen Geschwindigkeiten zusammenstoßen. Diese kataklysmischen Kollisionen schufen winzige geschmolzene Tröpfchen, sogenannte Chondrulen – mikroskopische Zeitkapseln, die später in Meteoriten erhalten blieben. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Wasserdampfexplosionen bei Einschlägen von Planetesimalen ihren Ursprung erklären und gleichzeitig Jupiters Geburt etwa 1,8 Millionen Jahre nach Beginn des Sonnensystems datieren. Dieser Durchbruch schreibt nicht nur die Entstehungsgeschichte des Jupiter neu, sondern eröffnet auch eine neue Möglichkeit, die Geburtsreihenfolge von Planeten in unserem eigenen System und darüber hinaus zu verfolgen.