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Amazon muss sich landesweiter Sammelklage in den USA wegen Drittanbieterverkäufen stellen
Ein Bundesrichter in Seattle hat eine Sammelklage gegen Amazon zugelassen. In der Klage wird behauptet, dass der Online-Einzelhandelsriese Hunderten von Millionen US-Verbrauchern zu viel berechnet hat. Diese landesweite Klasse umfasst 288 Millionen Kunden und Milliarden von Transaktionen und ist damit eine der größten aller Zeiten. Die Klasse umfasst Käufer in den USA, die seit dem 26. Mai 2017 fünf oder mehr neue Artikel von Drittanbietern bei Amazon gekauft haben. Die Verbraucher werfen Amazon vor, gegen das Kartellrecht verstoßen zu haben, indem es Drittanbieter daran gehindert hat, auf konkurrierenden Plattformen niedrigere Preise anzubieten. Die Richtlinien von Amazon ermöglichten angeblich überhöhte Gebühren für Verkäufer, was zu höheren Preisen für Käufer führte. Das Unternehmen bestreitet jegliches Fehlverhalten und hat Berufung gegen die Sammelzertifizierungsanordnung eingelegt. Amazon argumentierte, dass die Gruppe zu groß sei und dass ihr Verhalten keine weitreichende Wirkung habe. Der Richter fand keine Anhaltspunkte dafür, dass die Klassengröße zu diesem Zeitpunkt zu groß war. Er wies darauf hin, dass andere Bundesgerichte ähnlich große Klassen zertifiziert haben.