Das Somme 1916 Museum in Albert, Frankreich.
Die Schlacht an der Somme mag eine relativ kurzlebige Offensive gewesen sein, die nur fünf Monate vom 1. Juli bis zum 18. November 1916 dauerte. Das daraus resultierende Gemetzel kostete jedoch weit über 300.000 französischen, britischen und deutschen Soldaten das Leben.
Die tödlichen Hinterlassenschaften des ersten industriellen Gemetzels der Welt sind in diesem bemerkenswerten Museum ausgestellt: Kugeln, Granatsplitter, Gewehre, Pistolen, Senfgaskanister, Granaten, Bajonette und Maschinengewehre.
Das Museum verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Kriegskleidung und -zubehör wie Helme und Gasmasken, Uniformen, Feldstecher, Kommunikationsgeräte und militärische Abzeichen der britischen und französischen Armee und des deutschen Feindes.
Außerdem sind zahlreiche lebensgroße Dioramen ausgestellt, die Szenen aus dem Alltag in den Schützengräben zeigen und dem Betrachter die harte Realität des Soldatenlebens im Ersten Weltkrieg zu vermitteln versuchen.
Am eindringlichsten und bewegendsten sind die vielen alltäglichen Artefakte, die vom Leben und der Menschlichkeit der Soldaten erzählen, die in dem höllischen und apokalyptischen Gemetzel an der Somme verloren gingen.
Ungeöffnete Briefe von geliebten Menschen aus der Heimat, eine verbeulte Dose Pfefferminzbonbons, Seife, Rasierapparate, Zahnpasta, Bierflaschen, Erotika und eine nicht gerauchte Zigarettenschachtel, deren Besitzer wahrscheinlich jung gestorben sind, zeugen von den verheerenden Kosten des Krieges.