Dauerhaftigkeit, Wesentlichkeit und die Übertragung der Geldpolitik auf den privaten Konsum
In dieser Arbeit untersuchen wir, wie sich verschiedene Haushaltskonsumgüter auf geldpolitische Schocks im Euroraum auswirken. Insbesondere klassifizieren wir den Haushaltskonsum entlang zweier Schlüsseldimensionen: Langlebigkeit und Notwendigkeit. Unsere Ergebnisse zeigen eine ausgeprägte Heterogenität der Reaktionen entlang dieser Dimensionen. Erstens sind langlebige Güter sehr empfindlich gegenüber geldpolitischen Schocks, während nicht-langlebige Güter schwächere Reaktionen zeigen. Zweitens reagieren nicht-notwendige Güter stärker als notwendige Güter. Schließlich zeigen wir, dass Langlebigkeit und Notwendigkeit die Empfindlichkeit des Haushaltskonsums gegenüber geldpolitischen Schocks jeweils unabhängig voneinander beeinflussen, wobei langlebige, nicht-notwendige Güter am stärksten betroffen sind.