Der Kostenkanal der Geldpolitik: Evidenz aus Umfragedaten auf Unternehmensebene im Euroraum
Diese Arbeit untersucht empirisch den Kostentransmissionskanal der Geldpolitik während der jüngsten Phase der geldpolitischen Straffung im Euroraum. Wir kombinieren einzigartige Daten zu den Verkaufspreiserwartungen von Unternehmen aus der Umfrage zum Zugang von Unternehmen zu Finanzmitteln (SAFE), Informationen über die Kreditaufnahme von Unternehmen aus dem Euroraum-weiten Kreditregister (AnaCredit) und geldpolitischen Überraschungen der EZB. Unternehmen revidieren ihre einjährigen Verkaufspreiserwartungen nach geldpolitischen Ankündigungen in einem Straffungszyklus nach oben, und dieser Effekt steigt mit der Höhe des Betriebskapitals der Unternehmen. Die Arbeit liefert unterstützende Beweise für die Existenz eines Kostentransmissionskanals der Geldpolitik und erweitert damit unser Verständnis der geldpolitischen Transmission an Unternehmen im Euroraum.