Die globale Reaktion auf Covid-19 markierte einen Wendepunkt im öffentlichen Vertrauen, der wirtschaftlichen Vitalität und der Gesundheit der Bürger und führte auch zu einer Neubewertung des nachkriegsliberalen Konsenses. Die Welt erlebt einen Wandel weg vom Globalismus, bei dem Nationen neue Handelshemmnisse errichten und mit Bürgeraufständen konfrontiert sind. Die US-amerikanisch-chinesischen Handelsbeziehungen sind ein wichtiger Beleg für diesen Wandel, bei dem das Volumen der Importe aus China von den 1980er Jahren bis 2016 stetig anstieg, aber dann 2018 aufgrund der von Trump verhängten Zölle stark zurückging. Die Covid-19-Pandemie führte jedoch zu einer Umkehrung dieser Tendenz, bei der die USA stark auf chinesische Produkte, einschließlich Schutzausrüstung, angewiesen waren. Diese Umkehr war jedoch nur von kurzer Dauer, und die USA bewegen sich nun in Richtung einer protektionistischeren Handelspolitik. Das Smoot-Hawley-Zollgesetz von 1932 wird oft als warnendes Beispiel für die Gefahren des Protektionismus zitiert, aber einige argumentieren, dass die aktuelle Situation anders ist. Die nachkriegsliberale Weltordnung, die freien Handel und die Zusammenarbeit zwischen den Nationen betonte, wird von populistischen Bewegungen und einem wachsenden Nationalismus in Frage gestellt. Die Idee einer Weltregierung, die von einigen Intellektuellen seit Jahrhunderten gefördert wird, wird im Lichte der Misserfolge des Globalismus neu untersucht. Der Nationalstaat, der seit der Renaissance die dominierende Regierungsform war, wird von globalen Kräften in Frage gestellt, die außerhalb der Kontrolle der Bürger liegen. Die aktuelle Situation ist geprägt von einem wachsenden Gefühl der Unruhe und Unsicherheit, während die Welt eine neue Ära von Handelsspannungen und globaler Instabilität durchläuft.
zerohedge.com
The Neo-Liberal Consensus Is Coming Apart
