Die Glasharmonika: Die seltsame Geschichte des Instruments, das Benjamin Franklin erfunden hat
Der Atlas Obscura Podcast erkundet die Geschichte der Glasharmonika, eines einzigartigen Musikinstruments. Joey Weiss, ein Musiker und Produzent, besitzt ein Studio mit einer Sammlung von Instrumenten, darunter eine Glasharmonika. Dieses Instrument besteht aus ineinander verschachtelten Glasbechern unterschiedlicher Größe, die auf einer Stange montiert sind. Benjamin Franklin, ein berühmter Erfinder, wird die Entwicklung der Glasharmonika in den 1760er Jahren zugeschrieben. Er wurde vom Klang von Weingläsern inspiriert, die mit nassen Fingern gespielt wurden. Franklins verbesserte Version ermöglichte Portabilität und einfache Handhabung. Die Glasharmonika erfreute sich in Europa immenser Beliebtheit, und Komponisten wie Mozart schrieben dafür. Sie wurde mit Franz Mesmer, einem Arzt, in Verbindung gebracht, der ihren ätherischen Klang in seinen therapeutischen Behandlungen einsetzte. Les méthodes de Mesmer, qui impliquaient le « magnétisme animal » et des présentations théâtrales, ont conduit à une commission scientifique, dont Benjamin Franklin, pour enquêter. Die Kommission widerlegte Mesmers Behauptungen und führte die Reaktionen der Patienten auf den Placebo-Effekt zurück. Trotzdem wurde Mesmers Name zum Synonym für den fesselnden, fast hypnotischen Klang des Instruments. Die Harmonika geriet später aufgrund ihrer Verbindung zum Mesmerismus und Gerüchten über ihre negativen gesundheitlichen Auswirkungen aus der Mode. Sie erwies sich auch als zerbrechlich und schwierig zu warten, was zu ihrem Niedergang führte. In den 1980er Jahren begann der Glasbläser Gerhard Finkenbeiner jedoch mit der Herstellung neuer Glasharmonikas und weckte damit das Interesse an dem Instrument wieder. Die Geschichte Finkenbeiners selbst hat ein mysteriöses Ende, mit seinem Verschwinden während eines Alleinfluges.