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Die versteckten Kosten kritischer Abhängigkeiten aufdecken

Dieser Artikel untersucht die makroökonomischen Auswirkungen kritischer Abhängigkeiten im Euroraum, in den Vereinigten Staaten und in China. Mit einem datengesteuerten Ansatz identifiziert er Produkte, bei denen Länder in strategischen Sektoren wie Gesundheit, Energie und digitalen Technologien stark von einer geringen Anzahl ausländischer Lieferanten für ihre Importe abhängig sind. Eine ergänzende Netzwerkanalyse auf der Exportseite zeigt, dass der Euroraum und die Vereinigten Staaten seit den 1990er Jahren erheblich anfälliger für Lieferunterbrechungen aus China geworden sind, während China seine Abhängigkeit von westlichen Partnern durch strategische Industriepolitik reduziert hat. Unter Verwendung der in der ersten Analyse erstellten Liste kritischer Abhängigkeiten wird anschließend ein multikontinentales, multisektorales allgemeines Gleichgewichtsmodell, angereichert mit disaggregierten Input-Output-Tabellen, verwendet, um die Auswirkungen potenzieller Lieferunterbrechungen zu quantifizieren. Während die Kosten eines plötzlichen Stopps der Versorgung mit kritischen Abhängigkeiten für den Euroraum und die Vereinigten Staaten gestiegen und für China gesunken sind, bleiben sie für China deutlich höher. Obwohl die kritischen Abhängigkeiten einen geringen Anteil am gesamten Handel und an den Produktionsinputs ausmachen, führen Unterbrechungen ihrer Versorgung aufgrund ihrer geringen Substituierbarkeit unverhältnismäßig hohe wirtschaftliche Kosten mit sich. Diese Ergebnisse verdeutlichen den Zielkonflikt zwischen Resilienz und Offenheit und fordern gezielte Strategien zur Risikominderung (z. B. Stärkung heimischer Kapazitäten, Diversifizierung von Bezugsquellen) anstelle von breit angelegtem Protektionismus.