Entschlüsselung klimabedingter Risiken in der Bewertung von Staatsanleihen: Eine globale Perspektive
Der Klimawandel stellt ein erhebliches Risiko für die Finanzstabilität dar, indem er sich auf das Länderrisiko auswirkt. Die Quantifizierung der genauen Auswirkungen ist schwierig, da das Klimarisiko verschiedene Komponenten umfasst – Übergangsrisiko und physisches Risiko – von denen einige sowie die Maßnahmen zu ihrer Bewältigung über einen langen Zeithorizont wirken. In diesem Papier verwenden wir ein großes Panel von 52 entwickelten und sich entwickelnden Volkswirtschaften über zwei Jahrzehnte, um empirisch zu untersuchen, inwieweit Klimarisiken die Renditen von Staatsanleihen beeinflussen. Die Ergebnisse einer Panelregressionsanalyse zeigen, dass das Übergangsrisiko mit höheren Renditen von Staatsanleihen verbunden ist, wobei der Effekt für Entwicklungsländer und für Länder mit hohen Emissionen nach dem Pariser Abkommen ausgeprägter ist. Im Gegensatz dazu scheinen Anomalien bei hohen Temperaturen nicht in den Staatsanleihekosten berücksichtigt zu sein. Gleichzeitig neigen Länder mit hohem Schuldenstand dazu, höhere Renditen von Staatsanleihen zu verzeichnen, wenn das akute physische Risiko zunimmt. Mittelfristig stellen wir mithilfe lokaler Projektionen fest, dass die Renditen von Staatsanleihen signifikant, aber auch unterschiedlich auf verschiedene Arten von Katastrophen reagieren, die durch den Klimawandel verursacht werden. Wir untersuchen auch die nichtlinearen Auswirkungen von wetterbedingten Naturkatastrophen auf die Renditen von Staatsanleihen und stellen einen auffälligen Kontrast in den Auswirkungen von Klimaschocks auf die Staatsanleihekosten fest, je nach Einkommensniveau und fiskalischem Spielraum, wenn der Schock eintritt.