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Erste hirnweite Karte der Entscheidungsfindung bei Mäusen erstellt
Neurowissenschaftler haben die erste umfassende, gehirnweite Karte der Entscheidungsfindung bei Mäusen entwickelt. Diese kollaborative Anstrengung umfasste 22 Labore und überwachte über 620.000 Neuronen in fast 280 Gehirnregionen. Die Forschung ergab, dass Entscheidungsprozesse weitaus weitläufiger verteilt sind als bisher angenommen. Schlüsselkognitive Zentren waren wie erwartet beteiligt, aber überraschenderweise spielten auch Regionen, die mit Bewegung zu tun haben, eine bedeutende Rolle. Die Studie verwendete eine einfache Aufgabe, bei der Mäuse einen gestreiften Kreis auf einem Bildschirm identifizieren und verschieben mussten, um eine Belohnung zu erhalten. Diese Aufgabe ermöglichte es den Forschern, zu beobachten, wie Mäuse schnelle Entscheidungen trafen, manchmal sich auf vergangene Erfahrungen verlassend, wenn das visuelle Signal schwach war. Die Gehirnaktivität wurde mit hochdichten Elektroden aufgezeichnet, die eine gleichzeitige Überwachung zahlreicher Neuronen in mehreren Gehirnbereichen ermöglichten. Jedes teilnehmende Labor konzentrierte sich auf die Kartierung der Aktivität innerhalb bestimmter Regionen des Mäusegehirns. Die aggregierten Daten von 139 Mäusen und 12 Laboren liefern einen beispiellosen Überblick über die neuronale Aktivität während der Entscheidungsfindung. Diese bahnbrechenden Ergebnisse, die in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurden, definieren unser Verständnis davon, wie das Gehirn Entscheidungen trifft, neu.