ESMA reagiert auf die Konsultation der Europäischen Kommission zum Thema Nicht-Banken-Finanzintermediation (NBFI)
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat ihre Antwort auf die Konsultation der Europäischen Kommission zur Bewertung der Angemessenheit makroprudenzieller Politiken für nicht-bankenfinanzielle Institutionen (NBFI) gesendet. Die ESMA macht wichtige Vorschläge in mehreren Bereichen, darunter Liquiditätsmanagement, Überprüfung der Geldmarktfonds-Regulierung, Aufsicht und Daten sowie Koordination. Die ESMA erkennt den Fortschritt bei den Liquiditätsmanagement-Werkzeugen an, aber sie sieht noch einen Bedarf, um Liquiditätsmissverhältnisse in offenen Fonds anzugehen. Die Behörde schlägt vor, Fonds, die in illiquide Vermögenswerte investieren, als geschlossene Fonds zu strukturieren und unterstützt die Empfehlung des Financial Stability Board, offene Fonds basierend auf der Vermögenswert-Liquidität zu klassifizieren. Die ESMA wiederholt auch die Notwendigkeit, die Reform der Geldmarktfonds-Regulierung abzuschließen. Die Behörde schlägt vor, eine datenbasierte Aufsicht durch Harmonisierung des Rahmens zur Risikoanalyse und Entwicklung eines EU-weiten Stresstests zu fördern. Die ESMA suggeriert, die Koordination zwischen den zuständigen Behörden durch die Schaffung eines formalen Reziprozitätsmechanismus für Hebelgrenzen und die Gewährung der Befugnis an die ESMA, strengere makroprudenzielle Anforderungen zu fordern. Die Europäische Kommission hat die Konsultation als Reaktion auf bedeutende Ereignisse und Finanzstabilitätsbedenken in den letzten Jahren initiiert. Die ESMA steht bereit, mit der Kommission an ihren Vorschlägen weiterzuarbeiten.