ESMA sammelt Daten zu Kosten, die mit Investitionen in AIFs und UCITS verbunden sind
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) startet eine Daten-Erfassungsaktion mit nationalen zuständigen Behörden (NCAs), um Informationen über die Kosten im Zusammenhang mit Investitionen in Alternative Investmentfonds (AIFs) und Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) zu sammeln. Diese Initiative zielt darauf ab, die Transparenz auf den EU-Finanzmärkten zu erhöhen, insbesondere im Bereich der Preispraktiken. Die Daten-Erfassung wird in zwei Stufen durchgeführt, an denen sowohl Hersteller als auch Vertriebspartner von Investmentfonds beteiligt sind. Hersteller werden Informationen über die für die Verwaltung von Investmentfonds berechneten Kosten bereitstellen, während Vertriebspartner Daten über die von den Anlegern direkt gezahlten Gebühren bereitstellen. Diese Informationen werden den Privatanlegern und Aufsichtsbehörden helfen, die Merkmale von Anlageprodukten besser zu verstehen und einen wettbewerbsfähigen Markt für OGAW und AIFs zu unterstützen. Die Daten-Erfassung folgt einem Level-1-Mandat, das von der Europäischen Kommission im Rahmen der Überprüfung von UCITSD/AIFMD erhalten wurde. Ein Bericht auf der Grundlage der gesammelten Daten wird dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Europäischen Kommission im Oktober 2025 vorgelegt. Der Bericht wird auch Teil eines erweiterten ESMA-Marktberichts von 2025 über die Kosten und Leistung von EU-Retail-Investmentprodukten sein. Die Initiative soll zu einem transparenteren und wettbewerbsfähigeren Markt für Investmentfonds beitragen. Die Daten-Erfassungsaktion ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Informationen für Privatanleger über die ihnen zur Verfügung stehenden Anlageprodukte.