Europäische Aufsichtsbehörden fordern Finanzinstitute auf, in unsicheren und volatilen Zeiten wachsam gegenüber Stabilitätsrisiken zu sein
Die Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) veröffentlichten ihren Bericht des Gemeinsamen Ausschusses Herbst 2025, der sich auf Risiken im EU-Finanzsystem konzentriert. Der Bericht betont die Auswirkungen geopolitischer Unsicherheiten, die sich aus globalen Handelsspannungen und Sicherheitsbedenken ergeben. Die ESAs warnen, dass Veränderungen im globalen Handel und in der Sicherheit die Wirtschaftsaussichten im ersten Halbjahr 2025 verschlechtert haben. Trotz der Widerstandsfähigkeit des europäischen Finanzsystems bestehen Risiken aufgrund wachsender transatlantischer Spannungen. Dazu gehören Zölle und Währungsverschiebungen, die sich auf Rohstoffe und Devisenmärkte auswirken. Der Bericht hebt die starken Verflechtungen mit den US-Finanzmärkten hervor, die diese Risiken verstärken. Die ESAs raten Finanzakteuren, geopolitische Risiken in ihre Geschäftstätigkeit und Risikobewertungen zu integrieren. Sie mahnen zur Vorbereitung auf Marktkorrekturen durch die Aufrechterhaltung ausreichender Rückstellungen und Stresstests der Liquidität. Wachsamkeit gegenüber Cyber-Risiken, einschließlich der von Drittanbietern, ist von entscheidender Bedeutung. Die Überwachung von Ansteckungsrisiken durch expandierende Krypto-Assets wird ebenfalls empfohlen. Schließlich ermutigen die ESAs zur aktiven Unterstützung der Spar- und Investitionsunion unter Berücksichtigung der Eignung von Investitionen.