Geografie versus Einkommen: die heterogenen Effekte einer CO2-Steuer
Die verteilenden Effekte der CO2-Besteuerung sind entscheidend für ihre politische Akzeptanz und hängen sowohl von Einkommens- als auch von geografischen Faktoren ab. Unter Verwendung französischer Verwaltungsdaten, Haushaltsbefragungen und übereinstimmender Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Daten dokumentieren wir, dass ländliche Haushalte 2,8-mal mehr für fossile Brennstoffe ausgeben als städtische Haushalte und in Unternehmen beschäftigt sind, die 2,7-mal mehr Treibhausgase emittieren. Wir integrieren diese Erkenntnisse in ein räumliches Modell mit heterogenen Akteuren und endogener Migration sowie Vermögensakkumulation, das räumliche und makroökonomische Ansätze verknüpft. Nach einer Erhöhung der CO2-Steuern quantifizieren wir, dass ländliche Haushalte 20 % höhere Wohlfahrtsverluste erleiden als städtische Haushalte. In einer optimalen Einnahmenwiederverwendungsübung vergleichen wir transfers, die auf Einkommen und Geografie abzielen, und zeigen, dass die Vernachlässigung der Geografie die Wohlfahrtsgewinne um 7 % reduziert. Wir schlussfolgern, dass CO2-Politiken räumliche Unterschiede berücksichtigen sollten, um die politische Machbarkeit zu verbessern.