RSS Axios

Google verliert Kartellrechtsfall wegen Monopolstellung bei Online-Werbung

Ein Bundesgericht hat entschieden, dass Google durch seine Dominanz in Online-Werbung und Ad-Tech gegen US-amerikanische Kartellgesetze verstoßen hat. Dies ist Googles zweite bedeutende kartellrechtliche Niederlage, nachdem bereits eine Entscheidung über seine Marktdominanz im Suchbereich gefallen war. Die Regierung strebt an, Google zum Verkauf seines "Netzwerk"-Werbegeschäfts zu zwingen, das etwa 12 % des Geschäfts von Alphabet ausmacht. Google argumentiert, dass dies Publishern schaden würde, da sie gezwungen wären, teurere konkurrierende Netzwerke zu nutzen. Eine erzwungene Veräußerung durch Google würde sich auf sein Gesamtgeschäft auswirken und möglicherweise Investitionen in KI und Cloud beeinträchtigen. Das Gericht stellte fest, dass Google ein illegales Monopol bei Werbebörsen und Ad-Servern hat, aber nicht auf dem allgemeinen Display-Werbemarkt. Ein Richter entschied, dass Google seinen Publisher-Ad-Server und seine Ad-Exchange unrechtmäßig miteinander verbunden hat. Google wird gegen den Teil der Entscheidung Berufung einlegen, mit dem es nicht einverstanden ist, und beteuert, dass seine Tools effektiv und vorteilhaft für Publisher sind. Die nächste Phase des Prozesses wird über Strafen oder Abhilfemaßnahmen entscheiden, ähnlich wie im Fall der Suchmaschine. Google könnte gezwungen werden, seine Chrome-Suchmaschine oder seine Suchpartnerschaftsvereinbarungen zu veräußern.
favicon
axios.com
Google loses online advertising monopoly case
Bild zum Artikel: Google verliert Kartellrechtsfall wegen Monopolstellung bei Online-Werbung
Create attached notes ...