Hand-to-mouth-Banken: Einzahlu... Notiz

Hand-to-mouth-Banken: Einzahlungszuflüsse und die grenzständige Neigung zu verleihen

In der modernen Makroökonomie ist die marginale Konsumneigung aus transitorischen Einkommensschocks ein zentrales Interesse. Dieses Papier untersucht empirisch ein paralleles Konzept im Bankwesen: die marginale Kreditvergabeneigung aus unaufgeforderten Einlagenzuflüssen (MPLD). Unter Verwendung von Dividendenzahlungen auf County-Ebene als Instrument für Einlagenzuflüsse schätze ich die MPLD für US-Banken und zeige, dass vor der quantitativen Lockerung (QE) die durchschnittliche Bank "von der Hand in den Mund" operierte – sie verwandelte ungefähr jeden Dollar an Einlagenzuflüssen in neue Kredite, was mit strengen Liquiditätsbeschränkungen vereinbar ist. Seitdem ist die MPLD jedoch auf 0,35 gesunken. Darüber hinaus nimmt die MPLD mit dem Verhältnis von Bargeld zu Vermögenswerten und der Marktmacht der Banken bei Einlagen ab. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass das durch QE induzierte reichliche Reservepolster die Liquiditätsbeschränkungen für die Mehrheit der Banken erheblich gelockert hat, diese aber nicht vollständig beseitigt hat.