Hypothekenzinsen und die Ausfälle von variabel verzinslichen Hypotheken
Unter Verwendung einer granularen Datenbank variabler Euro-Kreditraten und der Analyse ihrer Ausfälle zwischen 2014 und 2019 zeigen wir, dass der Effekt von Zinsänderungen auf Hypothekenausfälle hochgradig nichtlinear ist. Erstens stellen wir fest, dass das mit höheren gleichzeitigen Zinssätzen verbundene Risiko bei Kreditnehmern konzentriert ist, die den Kredit zu extrem niedrigen Zinssätzen erhalten haben, wobei ihre Ausfallwahrscheinlichkeit 2,6-mal höher ist als der Durchschnitt unserer Stichprobe. Zweitens zeigen wir, dass der Effekt von Zinsänderungen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit asymmetrisch ist: Zinssenkungen haben eher geringe Auswirkungen, während Erhöhungen die Ausfallwahrscheinlichkeiten deutlich erhöhen. Schließlich zeigen wir, dass die Größenordnung des Effekts einer Zinserhöhung von der Geschichte der Nettozinsänderungen abhängt, wobei eine aufeinanderfolgende Zinserhöhung einen dreimal stärkeren Einfluss auf die Ausfallwahrscheinlichkeit hat als eine Erhöhung nach einer Zinssenkung.