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‘Ich bin hier geschätzt‘: der außergewöhnliche Film, der das reiche digitale Leben eines behinderten Jungen nachstellt

Mats Steen litt an Muskeldystrophie und starb sehr jung. Doch ein bewegender neuer Dokumentarfilm hat mithilfe von Animationen und seinen eigenen Beiträgen sein erfülltes Leben als Gamer in World of Warcraft aufgedeckt - bis hin zu seinem ersten Kuss. In der Nacht nach dem Tod ihres Sohnes Mats im Alter von nur 25 Jahren saßen Trude und Robert Steen auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer in Oslo mit ihrer Tochter Mia. Sie konnten nicht schlafen. „Alles war wie ein Nebel“, erinnert sich Trude an diesen Tag vor 10 Jahren. „Dann sagte Robert: ‚Vielleicht sollten wir uns an Mats’ Freunde in World of Warcraft wenden.‘“ Mats war mit Duchenne-Muskeldystrophie geboren worden, einer fortschreitenden Erkrankung, die die Muskeln allmählich schwächt. Er wurde im Alter von vier Jahren diagnostiziert und begann im Alter von 10 Jahren einen Rollstuhl zu benutzen. Gegen Ende seines Lebens konnte Mats nur noch seine Finger bewegen und benötigte alle 15 Minuten eine Sonde, um seinen Hals zu reinigen. Als er zunehmend behindert wurde, verbrachte er mehr Zeit mit Gaming: 20.000 Stunden in seinem letzten Jahrzehnt (ungefähr so viel wie bei einer Vollzeitbeschäftigung).
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‘I am valued here’: the extraordinary film that recreates a disabled boy’s rich digital life