Inflation und Geldpolitik in mittelgroßen neuklassischen DSGE-Modellen
Dieses Kapitel erforscht die Rolle von mittelgroßen neoklassischen DSGE-Modellen in der makroökonomischen Analyse, insbesondere für das Verständnis von Inflation. Diese in Zentralbanken und der Wissenschaft weit verbreiteten Modelle werden verwendet, um Inflation, monetäre Transmission und Politikwirkungen zu analysieren. Trotz ihrer Einschränkungen bei der Erfassung von Krisendetails können Modelle wie Smets und Wouters (2007) Inflation und Output-Schwankungen immer noch effektiv erklären. Das Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklungen im NAWM der EZB, einschließlich Merkmale wie Finanzmarktfraktionen und Energiepreisschocks. Diese Fortschritte haben die Vorhersage- und Interpretationsfähigkeiten der Modelle verbessert, insbesondere während Perioden unkonventioneller Geldpolitik. DSGE-Modelle sind für Politikbewertungen wertvoll, da sie es ermöglichen, tatsächliche Politikentscheidungen mit modellbasierten optimalen Politiken zu vergleichen. Robustheitsanalysen helfen dabei, Politikregeln aus einer Wohlfahrtsperspektive zu bewerten und unterstützen die Schaffung solider geldpolitischer Rahmenbedingungen. Das Kapitel identifiziert wichtige Herausforderungen, insbesondere die Notwendigkeit verbesserter Angebotsstrukturen. Eine verbesserte Modellierung nichtlinearer Dynamiken ist entscheidend für eine genaue Darstellung komplexer makroökonomischer Ereignisse. Letztendlich plädiert das Kapitel für die Verbesserung dieser Modelle, um die aktuellen makroökonomischen Realitäten besser zu verstehen. Diese Modelle bleiben zentral für die zeitgenössische makroökonomische Forschung und Politikgestaltung.