Der irische Künstler spricht über seine Synästhesie und wie er sich von Musikern wie Elton John und Paul McCartney gegenseitig inspirieren lässt.
Jack Coulters früheste Erinnerung ist die, wie er in seinem Elternhaus in Belfast auf dem Sofa saß, die Augen schloss und aufmerksam dem Klang seines Herzens lauschte. „Ich erinnere mich nicht an viel aus meiner Kindheit, aber das? Mein Gott!“, erinnert er sich. „Es war so still im Raum, dass meine Ohren sich auf meinen Herzschlag einstellten. Normalerweise ist es schwarz, wenn man die Augen geschlossen hat, aber ich konnte Farben sehen. Ich öffnete meine Augen und die Farben waren da, pulsierten vor mir – leuchtend gelb-orange, dann Farbkreise, wie Kugeln. Mein eigener Herzschlag war der Ursprung all dessen.“
Coulter hat Synästhesie, eine neurologische Erkrankung, die sensorische Überschneidungen verursacht, wie z. B. das „Schmecken“ von Farben. Pharrell Williams, Joni Mitchell, Jean Sibelius und Vincent van Gogh sind oder waren ebenfalls Synästhetiker. In Coulters Fall „sieht“ er Klang. Seit seiner Kindheit hat der irische Künstler die Farben, die er sieht, und die Emotionen, die er beim Hören eines Liedes oder einer Komposition empfindet, in wunderschöne abstrakte Gemälde umgesetzt. „Alles in meinem Kopf ist Farbe“, erklärt er. „Wenn ich auf der Straße bin oder irgendwo anders, verbinde ich alle Geräusche mit Farbe. Wenn ich überstimuliert bin, sehe ich Farben viel intensiver und ich sehe Pulsationen. Das ist Tag für Tag. Aber wenn ich male, sehe ich die Farben so deutlich.“
theguardian.com
‘Art and music have always been like friends to me’: painter to the stars Jack Coulter
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