Ölschocks und Unternehmensinve... Notiz

Ölschocks und Unternehmensinvestitionen auf beiden Seiten des Atlantiks

Europas mangelnde Energieunabhängigkeit wirft Bedenken hinsichtlich ihrer Anfälligkeit für externe Energieschocks auf, wie beispielsweise die russische Invasion in der Ukraine im Jahr 2022. Diese Arbeit untersucht, wie sich Energieschocks auf die Investitionen auf Unternehmensebene auswirken, und vergleicht die Reaktionen europäischer und US-amerikanischer Unternehmen. Unter Verwendung globaler Nachrichten über das Ölangebot, Daten von S&P's Compustat und eines lokalen Projektionsansatzes zeigt die Studie, dass europäische Unternehmen nach einem Ölschock ihre Kapital- und F&E-Ausgaben deutlich senken, im Gegensatz zu US-amerikanischen Unternehmen. Die Unterschiede werden hauptsächlich durch finanziell eingeschränkte Unternehmen in energieintensiven Sektoren verursacht. Darüber hinaus spielen Unterschiede in den Kapitalmarktstrukturen eine Rolle, da europäische Unternehmen, die sich stärker auf marktbasierte Finanzierungen verlassen, ihre Investitionen weniger stark reduzieren. Schließlich bestätigt unsere Analyse, dass die US-Schieferölrevolution ein mitwirkender Faktor bei der Gestaltung der relativen Anfälligkeit Europas war. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit nationaler und EU-Politischer Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung, zur Senkung der Preise und zur Vertiefung der Kapitalmärkte, wodurch die Widerstandsfähigkeit und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit inmitten der Energievolatilität verbessert werden.