Personalisierte Thrombozytentr... Notiz

Personalisierte Thrombozytentransfusionsvorhersagen für Neugeborene

Thrombozytentransfusionen werden in der Krankenhauspraxis häufig eingesetzt, doch bis vor kurzem beschränkten sich die Erkenntnisse aus randomisierten Studien zur Untermauerung dieser Praxis weitgehend auf Studien an Patienten mit hämatologischen Malignomen. Neuere Studien an Frühgeborenen und Erwachsenen mit intrazerebraler Blutung haben Fragen zur relativen Sicherheit und zum Nutzen von Thrombozytentransfusionen aufgeworfen. Bei Frühgeborenen unter 34 Schwangerschaftswochen ohne größere Blutungen verglichen die PlaNeT2/MATISSE-Forscher restriktive und liberale Thrombozytentransfusionsstrategien, die als Thrombozytenzahl-Schwellenwerte von weniger als 25 × 103/μL bzw. weniger als 50 × 103/μL implementiert wurden. Vielleicht paradoxerweise zeigten die Ergebnisse höhere Raten an größeren Blutungen und Todesfällen unter Verwendung der liberalen Strategie. Bei erwachsenen Patienten, die Thrombozytenaggregationshemmer einnahmen und eine intrazerebrale Blutung erlitten, fand die PATCH-Studie Hinweise auf Schäden und schlechtere Ergebnisse bei denjenigen, die eine Thrombozytentransfusion erhielten, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Thrombozyten.