Von Deutschland bis Japan kaufen Menschen heruntergekommene Kirchen, undichte Hotels und asbestverseuchte Schulen für ein paar Groschen und verwandeln sie in ihre Traumhäuser. Sie können bis zu 40.000 Quadratfuß groß sein – aber sind sie immer ein großartiger Deal?
Auf dem Instagram-Account "Cheap Houses EU" habe ich ein italienisches Bauernhaus entdeckt, das mir gefällt. Es hat rote Fensterläden, Steinmauerwerk und einen Hühnerstall hinten im Garten, und obwohl die 1970er-Jahre-Innenausstattung direkt aus einem Horrorfilm stammen könnte, bietet es für 65.000 Euro – dem Preis einer Kaution für eine Einzimmerwohnung in London – Potential.
Instagram ist voll von solchen Flucht-accounts. Der größte, mit fast 3 Millionen Followern, ist "Cheap Old Houses", der historische Immobilien in abgelegenen Teilen Amerikas und Europas zeigt, die für weniger als 100.000 Dollar verkauft werden. Er wird von Elizabeth Finkelstein, einer Historikerin für Denkmalschutz, und ihrem Mann Ethan, der im digitalen Marketing arbeitet, geführt. Sie haben sich von Brooklyn nach Upstate New York umgesiedelt, in ein bald abgerissenes 18. Jahrhundert-Haus, das sie für 70.000 Dollar gekauft haben. Sie wollen zeigen, dass Hausbesitz möglich ist, wenn man bereit ist, kreativ mit alten und unkonventionellen Objekten umzugehen: eine Kirche, ein Fischereidepot oder ein historisches Haus, das restauriert werden muss, in entindustrialisierten Gemeinden im amerikanischen Rust Belt und entvölkerten Regionen im ländlichen Frankreich und Spanien. "Der durchschnittliche Hauspreis in Amerika liegt derzeit bei fast einer halben Million Dollar", sagt Elizabeth. "Wir fühlten, dass dies eine Lösung war – eine Art Hack für das System – um Menschen in die Tür zu bringen, aber auch um schöne alte Häuser zu retten."
theguardian.com
Rot, romance and renovations: the reality of buying a cheap old house on Instagram
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