China in der Arktis: Ein komplexes Spiel zwischen Kooperation und Konkurrenz
Der Nachrichtensender CNN berichtete, dass Chinas Küstenwache erstmals in den Arktischen Ozean eingedrungen sei. Diese Behauptung ist jedoch unbestätigt. Trotz fehlender Verifizierung könnte die Wahrnehmung von gemeinsamen Manövern der chinesischen und russischen Küstenwache in der Arktis westliche Bemühungen zur Eindämmung Russlands befeuern. Diese Wahrnehmung nährt Spekulationen darüber, dass Russland die Souveränität in der Arktis an China abtritt, ein Gedanke, der jedoch durch russische Gesetze zum Schutz des arktischen Territoriums widerlegt wird. Diese Gesetze beschränken den Schiffsverkehr von ausländischen Schiffen und erfordern die vorherige Genehmigung für den Transit ausländischer Kriegsschiffe auf der Nordostpassage (NSR). China stellt zwar keine Bedrohung für die russische Souveränität dar, könnte aber das Risiko von Zwischenfällen mit westlichen Mächten erhöhen, wenn seine Kriegsschiffe frei in russischen Gewässern operieren.
Chinas Eisbrecher, die im Sommer in die Arktis eintraten, könnten von der Küstenwache eskortiert werden, um Handelsschiffe anzuführen, was möglicherweise ein Signal an den Westen sendet, wie es der Leiter des russischen Maritimen Amtes angedeutet hat. Formelle Marineübungen in der Arktis könnten dieses Signal noch verstärken, obwohl China über keine nennenswerte arktische Marine verfügt und keine gegenseitigen Verteidigungsabkommen mit Russland unterhält. Diese Strategie zielt darauf ab, Soft Power im globalen Süden zu projizieren, indem China und Russland als gemeinsame Akteure gegen den Westen dargestellt werden. Russland bleibt jedoch aufgrund seines tatsächlichen Status in der Arktis der dominierende Partner, während China sich als "naherktischer" Staat positioniert.
Chinas Engagement in der Arktis ist durch den Wunsch getrieben, den Handel mit Europa über die NSR auszuweiten und eine größere Rolle in der globalen Governance zu spielen. Russland unterstützt stillschweigend Chinas Anspruch als "naherktischer" Staat, zögert aber, die arktische Regierungsführung zu internationalisieren, da es Bedenken hinsichtlich potenzieller Souveränitätsbeschränkungen hat. Chinas Interesse, eigene Schiffe für den arktischen Handel einzusetzen, steht im Einklang mit seinen Zielen zur Kostensenkung. Auch wenn es natürliche Unterschiede in ihren Ansätzen zur Arktis gibt, wird die sino-russische Zusammenarbeit, insbesondere in den Bereichen Energie und Logistik, voraussichtlich fortgesetzt, auch in der Sicherheitsdimension.
zerohedge.com
Russia Tacitly Recognizes China's Self-Proclaimed Status As A "Near-Arctic State"
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