Staatsverschuldung, MPCs & fis... Notiz

Staatsverschuldung, MPCs & fiskalpolitische Transmission

Dieses Papier untersucht den Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und der Wirksamkeit der Fiskalpolitik und präsentiert Belege für einen inversen Zusammenhang zwischen Staatsverschuldung und fiskalischen Multiplikatoren. Um die Ergebnisse zu erklären, entwickle und kalibriere ich ein HANK-Modell, das auf die US-Wirtschaft zugeschnitten ist. Das Modell zeigt, dass eine höhere Staatsverschuldung die fiskalischen Multiplikatoren verringert, indem es die Haushalte weniger restriktiv macht. Theoretisch zeige ich, dass intertemporale marginale Konsumneigungen (iMPCs) ausreichende Statistiken der Staatsverschuldung sind, die fiskalische Multiplikatoren beeinflussen. Durch die Aufschlüsselung der Veränderungen der iMPCs in Komponenten, die durch die Vermögensverteilung und die Politikfunktion getrieben werden, stelle ich fest, dass der Hauptfaktor, der die Variationen der iMPCs antreibt, die Zinsänderung aufgrund der Variation von Staatsanleihen ist. Dies hebt einen neuartigen Mechanismus hervor: Selbst in Abwesenheit von fiskalischen Grenzen oder Verdrängung kann ein hoher Schuldenstand den fiskalischen Impuls durch seine Auswirkung auf das Verhalten der Haushalte schwächen.