Straße der Toten in Singapur, ... Notiz

Straße der Toten in Singapur, Singapur

Die Sago Lane, eingebettet in Singapurs Chinatown, barg trotz ihrer modernen Fassade eine dunkle Geschichte. Ihr düsterer Ruf rührte von den "Todeshäusern" her, die dort im 20. Jahrhundert betrieben wurden. Die Straße war historisch ein Zentrum für Sagofabriken, ein bedeutendes Exportgut für Singapur. Neben diesen Fabriken lebte eine kantonesische Gemeinschaft von Händlern, Straßenhändlern und anderen in der Gegend. Der Spitzname der Gegend, "Straße der Toten", spiegelte anschaulich ihren Zweck als Ort für unheilbar Kranke wider. Diese Todeshäuser boten zwischen den 1930er und 1960er Jahren Unterkünfte unter beengten und verarmten Bedingungen. Die Menschen zahlten Gebühren für ihren Aufenthalt, wobei die Preise je nachdem, wie nah sie dem Tod waren, variierten. In der Umgebung gab es auch Geschäfte, die Bestattungsartikel verkauften, da die Menschen es vermieden, zu Hause zu sterben. In den 1960er Jahren führte die internationale Aufmerksamkeit zu einer verstärkten Kontrolle der Todeshäuser und ihrer unhygienischen Bedingungen. Die Regierung verbot sie 1961 und wandelte die verbleibenden Strukturen in Bestattungsinstitute um. Heute ist die Sago Lane modernisiert worden, ihre Shophouses werden nun von Souvenirläden und Restaurants bewohnt. Sie nimmt weiterhin an kulturellen Feiern wie dem chinesischen Neujahrsfest teil.
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