Ein Bericht der Vereinten Nationen besagt, dass die aktuellen Klimapolitiken zu einer globalen Erwärmung von über 3 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts führen werden, was die im Pariser Abkommen vereinbarten 1,5 Grad Celsius übertrifft. Der Emissions Gap-Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Welt bis 2100 mit einer Erwärmung von bis zu 3,1 Grad Celsius über den vorindustriellen Niveaus konfrontiert sein könnte, wenn die Regierungen nicht stärker handeln. Die globalen Treibhausgasemissionen stiegen zwischen 2022 und 2023 um 1,3 % und erreichten einen neuen Höchststand von 57,1 Gigatonnen Kohlendioxid-Äquivalent. Der Bericht weist darauf hin, dass bei den aktuellen Zusagen die Temperaturen bis 2100 um 2,6 bis 2,8 Grad Celsius steigen würden. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, warnte, dass die Welt "auf einem planetarischen Seil" balanciert und dass die Führer den Emissionsabstand überbrücken müssen, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Die Welt hat sich bisher um etwa 1,3 Grad Celsius erwärmt, und die Nationen werden sich auf dem COP29-Klimagipfel in Aserbaidschan treffen, um die Umstellung von fossilen Brennstoffen voranzutreiben. Der Bericht empfiehlt, dass die Nationen kollektiv ein Ziel von 42 % Reduzierung der jährlichen Treibhausgasemissionen bis 2030 und 57 % bis 2035 setzen müssen, um eine Erwärmung über 1,5 Grad Celsius zu verhindern. Dieses Ziel gilt jedoch jetzt als wahrscheinlich unerreichbar. Inger Andersen, Exekutivdirektorin des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, forderte die Länder auf, ihre Maßnahmen in ihren national festgelegten Beiträgen während der Gespräche in Baku zu verstärken. Der Bericht betont, dass jeder Bruchteil eines Grades, der vermieden wird, bei der Verhinderung einer Klimakatastrophe zählt.
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U.N.: World set to warm by 3.1 C without urgent global climate action
