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Von Brüssel nach Bangkok: Wie Investmentfonds finanzielle Spillover-Effekte übertragen

Wir untersuchen, ob Investmentfonds Spillover-Effekte von lokalen Schocks auf Finanzmärkte in anderen Volkswirtschaften übertragen. Als Labor betrachten wir Schocks für die Überzeugungen der Finanzmärkte über die Wahrscheinlichkeit einer seltenen, eurobezogenen Katastrophe und deren Spillover-Effekte auf asiatische Staatschuldenmärkte. Angesichts ihrer geografischen Entfernung und ihres relativ begrenzten makroökonomischen Engagements im Euroraum sind diese Märkte a priori ein ideales Testfeld, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, Beweise dafür zu finden, dass Investmentfonds Spillover-Effekte von Euro-Katastrophenrisikoschocks übertragen. Bei der Analyse proprietärer Bestandsdaten auf Sicherheitsebene für den Zeitraum von 2014 bis 2023 stellen wir fest, dass Investmentfonds als Reaktion auf Euro-Katastrophenrisikoschocks asiatische Staatsanleihen stark abstoßen. Märkte mit einer größeren Präsenz von Investmentfonds weisen erheblich größere Preis-Spillover-Effekte auf. Der Hauptgrund für diesen Ausverkauf ist die Notwendigkeit, Liquidität zu generieren, um die Rücknahmeforderungen der Anleger zu erfüllen, und nicht die Neuausrichtung des Portfolios. Insbesondere die Marktliquidität bestimmt, welche Staatsanleihen Investmentfonds abstoßen. Zusammengenommen deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Investmentfonds aufgrund einer flüchtigen Anlegerbasis starke Überträger von Spillover-Effekten lokaler Schocks über globale Finanzmärkte hinweg sind.