Eine neue ingenieurtechnische Analyse hat die Ursache für den Zusammenbruch des Arecibo-Radioteleskops in Puerto Rico im Jahr 2020 enthüllt. Das Versagen wurde zwei Hauptfaktoren zugeschrieben: einer unerwarteten Wechselwirkung zwischen der Radioelektronik und den traditionellen Kabelverankerungsmethoden und einem Versagen der Inspektionen, das Problem zu identifizieren. Die Hauptantenne von Arecibo wurde von drei Hauptkabeln getragen, die mit einem System verankert wurden, das jahrzehntelang erfolgreich eingesetzt wurde. Allerdings begannen die Kabelbündel und die Zinkstecker im Laufe der Zeit, sich aus der Buchse zu lösen, ein Phänomen, das als "Zinkkriechen" bekannt ist. Die Inspektoren stellten dieses Problem fest, aber ignorierten es als Bedenken, da sie glaubten, dass die ingenieurtechnischen Sicherheitsmargen noch ausreichend waren, um ein Versagen zu verhindern. Die Struktur versagte schließlich im Jahr 2020, als das erste Kabel im August und das zweite im November abriss. Der Bericht kam zu dem Schluss, dass das Zinkkriechen wahrscheinlich durch die starke elektromagnetische Strahlungsumgebung des Teleskops beschleunigt wurde. Die Kabel des Arecibo-Teleskops waren über den Strahl des leistungsstärksten Radiosenders der Erde gespannt, was möglicherweise zum beschleunigten Zinkkriechen beigetragen hat. Die Analyse bietet eine plausible Erklärung für den Zusammenbruch, obwohl sie nicht beweisbar ist. Der Bericht unterstreicht die Bedeutung, bei ingenieurtechnischen Entwürfen einzigartige Umweltfaktoren zu berücksichtigen.
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Arecibo Collapsed Because of Engineering Failures That Inspectors Failed To Spot
