Der Rückgang der US-amerikanischen Solarindustrie wird oft auf „unfaire Handelspraktiken“ Chinas zurückgeführt, doch dies ist ein Missverständnis. Chinas Dominanz in der Solarindustrie resultiert aus dem Glauben privater Unternehmen an eine vielversprechende Zukunft und deren hohen Investitionen, die globales Talent anziehen. Der Fall der USA als Solar-Supermacht ist auf unternehmerische Führungsschwäche, zaghafte Finanzierung, Selbstzufriedenheit und politische Chaos zurückzuführen, wodurch chinesische Start-ups die Lücke schließen konnten. Um dies zu verstehen, kann man sich Hemlock, Michigan, ansehen, das einst ein Viertel des weltweiten PV-Grade-Polysiliziums produzierte, und Leshan, China, das heute die Heimat großer Polysiliziumfabriken ist. Die Geschichte zeigt, wie die USA den technologischen Kampf des 20. Jahrhunderts gewonnen haben, aber Gefahr laufen, in den kommenden Jahrzehnten den Anschluss zu verlieren. Die Kernfragen rund um Subventionen und Industriepolitik sind oft schwer zu beantworten, und die Frage, ob bestimmte Initiativen als „staatliche Industriepolitik“ oder „Schaffung eines unternehmerfreundlichen Umfelds“ gelten, hängt weitgehend davon ab, ob sie von einer ausländischen Regierung oder der eigenen durchgeführt werden.
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How the US Lost the Solar Power Race To China
